Gleiche Belastung – unterschiedliche Grenze
Wir reagieren nicht nur auf das, was geschieht.
Wir reagieren auf den Zustand, in dem wir uns befinden.
Was für einen Menschen eine Kleinigkeit ist,
kann für einen anderen bereits zu viel sein.
Nicht, weil jemand empfindlicher ist.
Sondern weil jedes innere System eine eigene Belastungsgrenze hat.


Belastung entsteht nicht erst im Moment des Auslösers.Sie baut sich auf. Still. Schritt für Schritt.Gedanken, Anforderungen, Reize, Erwartungen –all das formt unseren inneren Zustand, lange bevor etwas sichtbar wird.Trifft dann ein zusätzlicher Auslöser auf ein bereits angespanntes System,kann die Reaktion stärker ausfallen, als es von außen nachvollziehbar scheint.Der gleiche Auslöser trifft eben nicht auf den gleichen inneren Zustand.
Nicht jede starke Reaktion ist Übertreibung. Nicht jede Überforderung ist Schwäche. Oft ist sie schlicht das Ergebnis einer bereits erreichten Grenze.
Fragen zur Selbstbeobachtung
- Woran merke ich, dass meine innere Belastung steigt?
- Welche frühen Signale übersehe ich häufig?
- Reagiere ich auf den Auslöser – oder auf meine Erschöpfung?
- Was bringt mein System regelmäßig an seine Grenze?
- Welche Situationen kosten mich mehr Energie, als ich wahrhaben möchte?
- Wie gehe ich mit mir um, wenn ich merke, dass es zu viel wird?
